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David Chandler

Ancient Blades 2
Das Grab der Elfen

  • Autor:David Chandler
  • Titel: Das Grab der Elfen
  • Serie:Ancient Blades 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper Taschenbuch
  • Datum:01 März 2012
  • Preis:12,99 EUR

 
»Das Grab der Elfen« (Ancient Blades 2) von David Chandler


Besprochen von:
 
Nazena
Deine Wertung:
(5)

 
 
Croy und Cythera wollen endlich ihr Aufgebot unterzeichnen (mit Malden als Zeugen), als der Barbar Mörget, Träger eines anderen Ancient Blades, sie rüde unterbricht und Croys Hilfe bei der edelsten Aufgabe der Ancient Blades fordert: der Kampf gegen einen Dämonen. Malden verzichtet dankend auf die Exkursion, aber um einen Meuchelmörder loszuwerden, bleibt ihm keine Wahl: er fährt mit Croy, Mörget, Cythera und dem Zwerg Slag zum Vincularium, einer uralten Zwergenstadt, in denen nach einem langen Krieg die letzten der Elfen eingesperrt wurden und schließlich gestorben sind.
Die Zwerge sind berühmt für ihre Handwerkskunst, weshalb es Malden auf sich nehmen muss, die unzähligen Fallen zu entschärfen. Doch sind diese nicht das einzig Gefährliche: in dem alten Grabmal lauert etwas und mag keine Eindringlinge...

Der Autor
David Chandler (*1971 in Pittsburgh, Pennsylvania) ist ein amerikanischer Autor. Als David Wellington schrieb er mehrere sehr blutrünstige Zombie- und Vampir-Horrorromane (ebenfalls im Piper-Verlag erschienen). Ancient Blades ist sein erster Ausflug in die High Fantasy, womit er nach eigener Aussage "seinen inneren 13-jährigen befriedigen wollte, der in den 80ern aufgewachsen ist und die SF- und Fantasyromane dieser Zeit liebte".


Die Serie
Die "Metropole der Diebe" ist die freie Stadt Ness, in der alle Bürger ungeachtet ihrer Herkunft frei sind. Trotzdem braucht jeder Geld, auch und besonders Malden als Sohn einer Prostituierten. Damit gerät er ins Visier von Cutbill, Oberhaupt der Diebesgilde, der ihm eine schier unmögliche Summe abknöpfen will- andernfalls verpasst Malden jemand ein zweites Grinsen- am Hals. Malden gelingt es zwar, das Geld aufzutreiben, aber er macht sich damit mächtige Feinde. Dabei lernt er den fahrenden Ritter Croy kennen, den Träger des Ancient Blades Ghostcutter. Diese wurden vor langer Zeit für den Kampf gegen Dämonen geschmiedet. Alle sieben Ritter und Träger der Ancient Blades folgen einem strikten Moralkodex, der unter underen den Tod jedes Trägers fordert, der diese Werte verraten hat.
Croy wird Maldens Freund, Gefahren schweißen sie zusammen. Doch während Croy absolut aufrichtig ist, hat Malden ein Geheimnis vor ihm: er ist unsterblich in Croys langjährige Verlobte Cythera verliebt...


Rezension
Der erste Band "Die Metropole der Diebe" war schon spannend, vom zweiten war ich restlos begeistert. Diese Serie hat alles, was einen guten Fantasy-Epos auszeichnet:
Interessante Charaktere mit glaubhaften Stärken und Schwächen. Croy ist zwar übermäßig naiv, aber absolut überzeugend dargestellt. Malden offenbar ungeahnte Tiefen und muss sich der Erkenntnis stellen, dass er doch nicht so ein Egoist ist wie gedacht. Mörget ist nicht so debil, wie er vorspielt; alle haben mehr als eine Verhaltensebene.
Das Setting ist fantastisch. Eine unterirdische Stadt, gebaut von den Zwergen. Verborgene Kammern, Grabmäler, Schätze und Fallen, die man bildhaft vor sich sieht. Alles wird architektonisch möglich beschrieben, der Autor beschreibt einige Kniffe und Techniken, die die Stadt möglich werden lassen, und das ganz ohne Magie. Trotzdem ist es nicht zu detailreich.
Spannung wird ebenfalls geboten: ob die Gefährten durch dunkle Gänge schleichen oder um ihr Leben kämpfen (oder tricksen) müssen- man fiebert mit und kann die Seiten fast nicht schnell genug umblättern.
Besonders herausragend fand ich den Charakter Malden. Er ist intelligent beschrieben. Er weiß, wann es nötig ist zu kämpfen und wann zu fliehen. Er ist kein totaler Feigling, aber auch nicht so "blind" mutig wie Croy und Mörget. Er ist ein Mensch, der zwar auch Fehler macht und hinters Licht geführt wird, aber auch clever und reaktionsschnell genug ist Situationen zu seinem Vorteil zu nutzen.
Der Roman endet mit einem Cliffhangar, der schon sehr deutlich macht, wovon der nächste Band handeln wird: ein Krieg wird das Land überziehen, wo wohl endlich auch Malden Farbe bekennen muss. Croy lässt ihm nämlich eine gewaltige Ehre angedeihen, während Malden überzeugt ist, dass er die an ihn gestellten Anforderungen niemals erfüllen kann. Dumm nur, dass dies sein Todesurteil bedeuten könnte...


Fazit
Fantastische Fantasy mit Dieben, Rittern und Katakomben voller Fallen. Für Fans von Pehovs "Schattentänzer" und Weeks "Schatten". Ich gebe 5 von 5 Sterne.
 
 
 


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