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Liza Grimm

Talus: Die Hexen von Edinburgh


 
»Talus: Die Hexen von Edinburgh« von Liza Grimm


Besprochen von:
 
Elohym78
Deine Wertung:
(3.5)

 
 
Schon seit ihrer Kindheit ist Erin der Überzeugung, dass es Magie nicht nur gibt, sondern sie auch in ihr wohnt. Doch bisher waren alle Versuche vergebens, ihre magische Seite zu wecken. Bis sie dem leibhaftigen Geist von Abaigeal Dubh, der mächtigsten Runenhexe aller Zeiten, in den Vaults begegnet. Erin erfährt von Talus, einem Würfel, der Herzenswünsche erfüllt und ist sich sicher, dass es ihr gelingen muss, entgegen aller Widrigkeiten, diesen in ihren Besitz zu bringen. Denn Erin hegt einen Wunsch und der soll sich erfüllen - egal wie hoch der Preis ist!

Das Cover ist in sehr dunklen blau und schwarz Tönen gehalten. Über der Stadt Edinburgh schwebt wie ein magisches Artefakt, Talus. Drei seiner Seiten sind zu sehen und leuchten von innenheraus in einem magischen Licht. Dunstschwaden ziehen an dem Würfel entlang. Das Bild wirkt auf mich düster, magisch und voller Spannung. Ich finde es sehr gut zu Titel und Inhalt des Buches gewählt.

Liza Grimm schreibt ruhig, besonnen und doch voller Magie und bezaubernder Momente. Sie schildert die eher triste und graue englische Stadt Edinburgh genau so, wie ich sie mir vorstelle: Verregnet, kühl und kaum einer achtet auf seinen Nebenmann. Und doch schafft es Erin, eine junge Studentin, sich magische Momente zu schaffen und zu bewahren. Denn sie arbeitet als Geisterführerin in einer Agentur und zeigt interessierten Menschen den Untergrund der Stadt, die so genannten Vaults, in denen sich früher tragische Dinge zu trugen. Und diese tragischen Momente, haben ihr Echo bis in die heutige Zeit bewahrt. Sensible Menschen können noch jetzt den Schmerz, die Verzweiflung und die Angst zu spüren, die in den Mauern umgeht. So auch Erin. Doch sie glaubt nur halb an die Magie und steht sich damit selber im Weg: Bis sie eines Tages einen realen Geist sieht und endlich Zutritt zu einer Welt erhält, von der sie irgendwie schon immer wusste, dass es sie gibt.

An ihrer Seite baut sich nach und nach eine magische Welt auf, die ich voller Spannung verfolgte und vor meinem inneren Auge wachsen sah. Wie Erin nagte erst der Zweifel an mir, der dann in Freude umschlug als klar wurde, dass Magie existiert! Und zwar nicht nur im Kleinen, sondern eine riesen Welt voller Elementarhexen, Gebräuhexen, Karten- und Runenhexen, die ganz neben bei unter uns normalen Menschen leben. Einzig die Gesetze des Rates schützen vor Entdeckung. Liza Grimm schafft mit wenigen Worten eine faszinierende Welt, der ich mich nicht entziehen konnte. Leider verlor nach und nach das Magische für mich Oberhand und driftete mehr und mehr in einen Krimi ab, der verzauberte Elemente beherbergte. Ein Mörder auf freiem Fuß und diverse Seiten versuchen dem Warum auf den Grund zu gehen. Der Einblick in die Welt der Hexen verblasste für mich leider, auch wenn ich versuchte, mir die schönen Momente immer wieder in Erinnerung zu rufen. Hier hätte die Autorin durchaus mehr Hexerei und Zauberei anführen können.

Mein Fazit

Ein Krimi mit magischen Momenten, voller Hexen, Geister und dunkler Mörder. Für mich von der Handlung her zu sehr Krimi statt Fantasy.
 


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