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Megan Whalen Turner

Die Legenden von Attolia 4
Die Verschwörer

  • Autor:Megan Whalen Turner
  • Titel: Die Verschwörer
  • Serie:Die Legenden von Attolia 4
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
  • Datum:18 Juni 2012
  • Preis:9,99 EUR

 
»Die Verschwörer« (Die Legenden von Attolia 4) von Megan Whalen Turner


Besprochen von:
 
pelaphina
Deine Wertung:
(4)

 
 
„Die Verschwörer“ ist der vierte Band der Serie und, wie man munkelt, nicht der letzte.
Band drei hatte die Frage nach dem Verbleib des Thronerbens von Sounis offengelassen, nun erfahren wir alles darüber, wie es dem Jungen erging. Sophos war Zeit seines Lebens nicht an den klassischen Studien eines Herrschers interessiert, er hatte sich schon damit abgefunden, eine ewige Enttäuschung für seinen Vater zu sein, der ihn zum König machen wollte. Viel mehr als für Kampf und Strategie schlägt sein Herz für Poesie und Naturkunde. Sein friedliches Leben endet schlagartig, als das Landgut von Räubern angegriffen wird und alle um ihn herum getötet werden.
Die Meder wollen seinen Onkel entmachten und Sophos zur Marionette machen, abtrünnige Barone wollen sich auf ihre Seite schlagen. Doch die Meder sind berüchtigt dafür, sich ihre Bündnispartner einzuverleiben.

Meinung
Dieser Band ist fast vollständig auf Sophos und die politische Situation in Sounis fokussiert. Ein großer Teil des Romans wird aus der Ich-Perspektive erzählt, zunächst einmal von Sophos’ Erlebnissen in Gefangenschaft und seiner Flucht vor Verfolgern. Er macht eine erstaunliche, aber immer noch nachvollziehbare Entwicklung durch. Nach und nach lernt er, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und lernt zu verstehen, was es bedeutet, ein Herrscher zu sein. Sein Charakter ist liebenswert, weil er nicht perfekt ist, eigene Schwächen aber nie leugnet, sondern fast an ihnen verzweifelt. Dennoch war ich etwas enttäuscht, wie wenig die anderen Hauptfiguren in diesem Band vorkamen, denn Sophos hat auf mich nicht die gleiche Faszination ausgeübt wie Gen, Attolia oder Eddis. Immerhin lernen wir auch durch die kurzen Begegnungen mit Gen oder in Aussagen über ihn einiges über den ehemaligen Dieb und seine neue Rolle. Vermutlich liegt eine gewisse Gefahr der Spannungslosigkeit bzw. die Gefahr, dass man Figuren unterschätzt in der Strategie, die Auflösung bis zum Schluss aufzuschieben. Die schrittweise Aufdeckung von Hintergründen in Band 3 schien mir da besser gelungen.
Spannung ist dennoch wieder garantiert in dem Netz an politischen Bündnissen und Überlegungen. Wie bei Band 1-3 konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Auch hier muss man sehr genau lesen, um am Ende alle Auflösungen nachzuvollziehen zu können. Wie immer bekommen wir auch eine schöne Geschichte in der Art griechischer Mythologie erzählt. Ein Pluspunkt dieser Reihe ist auf jeden Fall der sorgfältige Aufbau und die Tatsache, dass die Geschichten nie vorhersehbar sind. Bei Turner kann man sich darauf verlassen, dass man ein Dutzend mal überrascht wird und alles am Ende in ein komplett logisches Ende überführt wird. Sie ist ohne Zweifel eine Autorin anspruchsvoller Fantasy für Jung und Alt. Ihre Dialoge sind so anspielungsreich, ihre Figuren so vielschichtig und interessant, dass man versucht ist, mit dem Lesen gleich wieder von vorne anzufangen.

Fazit
Ein weiterer fesselnder und gut durchdachter Roman, der die Bedrohung durch die Meder vorantreibt und wieder neue Einblicke ins Innere der Figuren liefert. Es wird dringend empfohlen, Band 1-3 zuerst zu lesen.
 
 
 


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