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Richard Schwartz

Die Lytar-Chronik 2
Das Erbe des Greifen

  • Autor:Richard Schwartz
  • Titel: Das Erbe des Greifen
  • Serie:Die Lytar-Chronik 2
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:Piper Taschenbuch
  • Datum:01 Juni 2016
  • Preis:12,99 EUR

 
»Das Erbe des Greifen« (Die Lytar-Chronik 2) von Richard Schwartz


Besprochen von:
 
Sachmet
Deine Wertung:
(4)

 
 
Eigentlich sollte der Besuch des Gesandten Lamar di Aggios in dem kleinen Dorf nur kurz währen. Ein unangenehmer Auftrag des Königs, der den geschniegelten Stadtbewohner an die Grenzen des Landes führt, wo er nach der Krone von Lytar fragen soll. Die Konsequenzen dieses einfachen und langweiligen Auftrages sind für den Gesandten immens. Ein alter Mann erzählt ihm eine unglaubliche Geschichte über einen Krieg, wie Lamar sie noch nie gehört hat. Zuerst fühlt er sich von den Bewohner des Dorfes gefoppt, so unwahrscheinlich erscheint diese Erzählung. Doch nach und nach wird er in ihren Bann gezogen und leidet mit den Protagonisten. Und je länger er dem alten Mann zuhört, desto verbundener fühlt er sich mit dem Ort, den Bewohner und den Helden der Schilderung.
Der alte Mann spannt ihn nicht lange auf die Folter und beginnt dort, wo er am Abend vorher geendet hat. Die Wege der Freunde trennen sich. Knorre und Argor werden auf magischem Weg in die Stadt Berendall geführt, , während Elyra, Tarlon und Garret zuerst in der alten Stadt bleiben und beim Aufräumen helfen. Doch auch sie müssen sich trennen und unterschiedliche Missionen übernehmen. Um gegen Belior zu bestehen brauchen sie Verbündete, denn eine gewonnene Schlacht bedeutet nicht, dass sie den Krieg gewinnen können. Zumal der Gegner über einen Drachen verfügt, gegen den mit einfachen Waffen nicht beizukommen ist.
Obwohl jedem der Gefährten eine andere Aufgabe zugewiesen wird, führen letztendlich alle Wege nach Berendall, wo sie auf einen unerwarteten Verbündeten treffen.
Kommentar:
Hier handelt es sich den zweiten Band der Lytar-Chronik. Ohne den ersten Band gelesen zu haben, ist die Storyline schwer verständlich, daher rate ich jedem Leser zuerst die Krone von Lytar zu lesen. Es lohnt sich, denn im zweiten Buch nimmt die Geschichte ordentlich an Fahrt auf. Elyra betritt den Tempel der Göttin Mistral. Wie in der Prophezeiung offenbart, hat die Göttin ihrem Volk vergeben und Elyra kann nun endlich ihrer wahren Berufung folgen und den Segen der Göttin verbreiten. Und die Freunde brauchen alle Unterstützung der Götter und Menschen, die sie bekommen können. Beliors Heer ist mächtig und die Kronoks und der Drache scheinen unbesiegbar.
Selten gelingt es, einen zweiten Band spannender zu gestalten als den ersten Band. Aber Richard Schwartz schafft dies ohne Mühe. Während zuvor die Freunde noch naiv und unbekümmert waren, haben sie einen weiten Weg zurück gelegt. Sie haben erfahren wie es ist, in einem Krieg zu kämpfen Verlust und Tod zu erleiden und geliebte Menschen zu verlieren. ich muss zugeben, dass mich die ewige gute Laune von Garret etwas genervt hat, bis ich die Worte von Tarlon über Garret gelesen habe, als Vanessa verschwindet. Äußerer Schein mag trügen.
Die Geschichte wird wieder von dem alten Mann erzählt, der scheinbar selber den damaligen Ereignissen beigewohnt hat, von denen Lamar zuvor nie etwas gehört hat. Diese Geschichte ist nur für die Ohren des zukünftigen Königs bestimmt, doch der Prinz zog es vor, Lamar an seiner Statt zu schicken, diese Pflicht zu erfüllen. Hier offenbart uns der Autor langsam die Zusammenhänge zwischen den damaligen Ereignissen und dem heutigen Herrscherhaus. Zuerst scheint es, als hätte der Leser eine einfache, gerade Geschichte vor sich, doch je länger der alte Mann erzählt, desto mehr offenbaren sich komplexe Muster. Nicht nur die Menschen lagen im Krieg, auch die Götter waren sich uneins, was dazu führte, dass Belior nun diesen Kampf führen kann. Das Schicksal der Sera Farindil, Meliandis und des blinden Einsiedlers wird nach und nach enthüllt und wir erfahren endlich mehr über ihre Vergangenheit. Durch den Wechsel der Schauplätze und die Trennung der Gefährten erhöht sich der Spannungsbogen und dem Leser geht es wie Lamar: Er fiebert regelrecht mit.
Leider fehlen hier Karte und Glossar. Eine Übersicht der Götter und ihre Eigenschaften, ein kurzer historischer Abriss und schöne Landkarten der einzelnen Gebiete sind das Tüpfelchen, das auf dem I noch fehlt und somit eine 5 Sterne Bewertung verhindert. Aber wie schon bei seiner Askir Saga, schafft es Richard Schwartz erneut, den Leser zu fesseln.
Fazit:
Eine spannende und unterhaltsame Lektüre für Fans von David Eddings oder Markus Heitz
 
 
 


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